Porn again! eine Ausstellung von Pierce Wyss

Porn again! eine Ausstellung von Pierce Wyss

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“Porn again!” eine Ausstellung von Pierce Wyss
Pierce Wyss hat vor mehr als 10 Jahren schon in der Zürcher Schwulenszene mitgemischt,
als Sexworker, Clubbetreiber der “strafBar” oder als Performance-Künstler
und Musiker von Black Sun Productions: www.anarcocks.com

Er hat aber auch gemalt oder Skulpturen gemacht, und so malt er sich noch heute die Seele aus den organischen und surrealistischen Körpern und Landschaften heraus, klebt Collagen oder schleift an Steinen herum. All das mutiert nicht selten zu phallischen Formen, wie sie in dereinfachen Pornografie nur selten anzutreffen sind.

Vernissage: Freitag, den 15. März 2013 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube,
Stüssihofstatt 14 in Zürich. Der Künstler wird anwesend sein.

Ausstellung: 16.03.-09.05.2013, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa.
11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

Zuschauerraum im einstigen und nun geschlossnen Stüssihof.

Zuschauerraum im einstigen und nun geschlossnen Stüssihof.

Das Sexkino Stüssihof in Zürich hat seine Projektoren abgestellt. Drei Jahrzehnte war es das bekannteste Kino seiner Art. Zu seinen Lebzeiten ist es verfemt worden; heute wird es mystifiziert. Seine Geschichte spiegelt die Liberalisierung der Sexualmoral und den Aufstieg des Internets. Von Willi Wottreng

Eine Welle des Bedauerns ging durch die Stadt Zürich, als das Sexkino Stüssihof Anfang Jahr seine Pforten schloss. Es war ein Begriff, auch für die, die nie einen Fuss über die Schwelle gesetzt hatten. Die Aushänge hatte jeder beachtet.

Dabei war das Stüssihof im Zürcher Niederdorf nicht das erste Sexkino gewesen und nie das einzige. Seinen Ruhm verdankte es der prominenten Lage. Es lag inmitten jener Zone, wohin es Hans und Heiri lockte, wenn sie ein Kalb verkauft oder den Monatslohn in der Tüte hatten, an der Stüssihofstatt. Und später, als aus dem «Dörfli» das saubere Postkartenidyll wurde und sich das Rotlichtmilieu ins Langstrassenquartier jenseits der Limmat verlagerte, war es so etwas wie ein Monument eines Gestern, das reizvoller gewesen zu sein schien, ein Fels in der Brandung der Touristen und Agglomeriten, die über das Anrüchige fasziniert die Nase rümpfen durften.

Ein schönes Altstadthaus neben einem Plätzchen mit Brunnen und einem Lindenbaum. «Ich träumt’ in seinem Schatten so manchen süssen Traum», muss der wehrhafte Eidgenoss auf dem Brunnensockel gedacht haben. «Zur Linde» hiess das Haus schon im 14. Jahrhundert, und über einem Erker, der im 20. Jahrhundert angeklebt wurde, ist in Stein ein Blatt gemeisselt, das einst gewiss nicht als Feigenblatt für bürgerliche Doppelmoral stehen sollte.

Gegen Zensur und Verlogenheit

Das Kino kam erst 1960. Seine Geschichte aber spiegelt die Veränderungen der öffentlichen Sexualmoral und damit auch die Liberalisierung von Gesetzen, Verordnungen und Justizhandlungen. Denn als es die Türen öffnete, bestand noch die Filmzensur. Sexfilme waren als unzüchtige Veröffentlichung verboten. Dem schlechten Ruf des Niederdorfs gerecht werdend, wurden im Kino Streifen gezeigt, die dennoch möglichst viel nackte Haut zeigten. Nudistenfilme etwa und Filme, die dem Genre der «Sittenfilme» zugerechnet wurden: «Spiele der Nacht – aus der Intimsphäre der Frau».

Der Achtundsechziger-Aufbruch, der sich gegen Konventionen aller Art richtete, unterhöhlte auch die Filmzensur. In einem Kulturklub, gelegen an der Plattenstrasse im Universitätsquartier und «Platte 27» getauft, wurden in mitternächtlicher Ambiance – die Polizeistunde liess sich für Klubmitglieder elegant umgehen – Undergroundfilme gezeigt, die nichts mehr verhüllten. Und 1971 stimmte Zürich, wo Frauen seit kurzem stimmberechtigt waren, mit Zweidrittelmehrheit der Abschaffung der Filmzensur zu. Das Zutrittsalter wurde auf sechzehn gesenkt. Das Kriterium der «Anstössigkeit» entfiel.

1981 kaufte der Filmhändler Edouard Stöckli das Haus «Zur Linde», inklusive des Kinos mit seinen 110 Plätzen. Er war einer der beiden Initianten des Kulturklubs «Platte 27» gewesen, hatte sich dann ins Filmbusiness gewagt und war, nachdem eine anspruchsvolle Produktion ihm eine halbe Million Schulden eingetragen hatte, als Produzent von Sexfilmen tätig geworden. Ein origineller, umtriebiger Geist, der jonglierte mit Kultur und Kommerz. Ihn interessierte nicht das Schmuddelige an den Sexfilmen, ihn interessierte das Gegenteil, Sex aus der Schmuddelecke zu holen. Und zu provozieren: «Ich mochte alles, was schockierte und was die Autorität der dominierenden Kaste untergrub.» Und er stellte sich als einstiger Katholik lustvoll gegen «Verlogenheit». Als Betreiber des Kinos Roland an der Langstrasse hatte er erste Erfahrungen gesammelt.

So zeigte das Stüssihof künftig das Geschehen ohne Wenn und Aber. Ein «Augenpuff», wie ein Filmkritiker schrieb. Und Stöckli hatte Erfolg damit. «Tout Zurich» sei gekommen, erzählt er: Der Beamte, der eine abenteuerliche halbe Stunde zwischen Büro und Familie suchte. Student und Studentin, die zwischen zwei Vorlesungen hier knutschten, wenn die Zeit nicht zum Katzensee reichte. Gelegentlich ein älteres Mütterchen, das auch einmal «so etwas» sehen wollte. «Bürgerliches Publikum», sagt Stöckli. «Ich bin dann jeweils ans Sechseläuten gegangen, um meine Kunden zu begrüssen.»

Und zwischen allen fanden sich der Stricher oder die junge Prostituierte ein, die einen Kunden suchten, mit dem sie sich dann aufs Zimmer verzogen. Später konnten sie ihr Geschäft auch gleich in den Videokabinen verrichten. Bei einem Umbau wurden zwei kleinere Kinosäle geschaffen und Solokabinen. Dafür stand in einer Hausapotheke ein Sortiment von 2500 VHS-Kassetten zur Verfügung, deren sich Schaulustige bedienen konnten und die in den Kabinen gezeigt wurden. In einem Anfall von Unternehmerwagemut inserierte der Kinobetreiber einen Film gleich ganzseitig und mehrfarbig im «Tages-Anzeiger».

Stöckli sagt, sie hätten «gute Pornofilme» gezeigt, solche, die heute das Interesse der Filmhistoriker und der Ethnologiestudenten anzögen – die Geschichte der Wiener Dirne Josefine Mutzenbacher etwa. Aufwendige Produktionen in 35 mm, die vergangene Jahrzehnte dokumentierten in Kleidern, Räumlichkeiten, Dialogen. Im Rückblick lassen einen die Frisuren von Kopf bis Schamhaar lächeln.

Obwohl die Filmzensur gefallen war, sah sich der Kinobetreiber drangsaliert. Immer wieder intervenierte die Justiz in dem oder jenem Sexkino wegen «unzüchtiger Veröffentlichung». Filme wurden im Stüssihof beschlagnahmt. Oder Beamte visionierten sie in den Büros des Kinobetreibers und beurteilten deren Jugendgefährlichkeit, in Anwesenheit seines kleinen Buben, wie Stöckli sich erinnert. Er habe Streifen selber zensurieren müssen, was er nun allerdings nicht tat, indem er allzu menschliche Szenen herausschnitt, sondern indem er sie unter der Neonröhre mit schwarzem Klebband eigenhändig präzis überklebte, so dass dazwischen immer noch dieser und jener Vorgang zu ahnen war. «Das machte dann den Kick aus.»

Stinkbomben und Protestkleber

Gewiss bestand ein gespanntes Verhältnis zur Frauenbewegung, die sich den Kampf gegen Pornografie aufs Banner geschrieben hatte. 1975 hatten Frauen vor dem Kino Le Paris gegen den Film «Histoire d’O», eine Produktion nach Marquis de Sades Roman, demonstriert mit der Parole: «Mir Fraue sind keis Pornovieh». Stöcklis Kino wurde zwar gelegentlich mit Klebern verziert oder mit einer Stinkbombe parfümiert oder mit Benzin angeräuchelt. Zur grossen Konfrontation kam es nie, auch weil Stöckli als offensiver Kommunikator sich Diskussionen stellte und seine Verbindungen bis weit in die Szene hinein hatte. «Man muss die Linie nicht bei dem ziehen, was man sieht oder nicht, sondern bei der Ethik», argumentiert er.

Als die achtziger Bewegung ausbrach, gewährte er Filmschaffenden Obhut, indem er den aufrührerischen Film «Züri brännt» in einem seiner Kinos zeigte. Stöckli glaubt, dies habe die Staatsanwaltschaft motiviert, ihn besonders ins Visier zu nehmen, habe diese doch geglaubt, er sei gleichsam der Financier der Bewegung.

Tatsächlich ging Zürichs Justiz gezielt gegen das Sexfilm-Unwesen vor. Sie zog das Verfahren gegen einen Sex-Shop-Betreiber bis vor Bundesgericht unter Anrufung des einschlägigen Strafrechtsparagrafen. Dieses aber neigte 1991 auf die Seite der Liberalisierung. Es gebe zwar den Tatbestand der unzüchtigen Veröffentlichung, nur falle weiche Pornografie nicht darunter. Das «Durchschnittsempfinden» habe sich geändert, argumentierte es ohne statistische Quellenverweise.

Paradoxerweise unterhöhlte ebendiese Liberalisierung das Geschäft. Je mehr der Sexfilm zum verbreiteten Konsumgut wurde und sich auch im Internet frei herunterladen liess, umso weniger Publikum betrat das Kino. «Meine härteste Konkurrenz sind die Swisscom und der ‹Blick›», sagt der Kinobetreiber. Bei den Vorführungen fanden sich jeweils nur noch ein paar müde Schwänze ein. Und Stöckli fasste den Entschluss, aufzuhören.

Er wäre nicht Stöckli, wenn er wirklich aufhören würde. Er wechselt lediglich Standbein und Spielbein. Legt das Gewicht auf die Kultur. Und führt das Stüssihof weiter, will es wieder öffnen für tout Zürich. Da sollen im Erdgeschoss Familien mit Kindern gute Filmgeschichten sehen können. Im Obergeschoss entsteht ein Ort, wo Schweizer Filme laufen, die oft Schwierigkeiten haben, in die Kinos zu kommen. In einer angrenzenden Bar namens «Edi’s Weinstube», vor einiger Zeit eröffnet, wird weiter guter Wein zu ungewohnt niedrigem Preis ausgeschenkt. Und Stöcklis Tochter Zoë Stähli wird im Haus weiterhin Ausstellungen machen; sie betreibt das «Museum of Porn in Art».

Quelle : NZZ am Sontag

"Omni-Phantasmic"  Eine Ausstellung von Neil Craver

“Omni-Phantasmic” Eine Ausstellung von Neil Craver

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“Omni-Phantasmic”
Eine Ausstellung von Neil Craver

“Wasser kann jede Form sein, aber gleichzeitig ist es formlos. Wie unsere Seele kann es reinigen, aber zur gleichen Zeit auch verunreinigen”
-Neil Craver
www.photonorganon.com

Vernissage: Freitag, den 18. Januar 2013 ab 20.00 Uhr in
Edi’s Weinstube, Stussihofstatt 14 in Zurich.

Ausstellung: 19.01.-14.03.2013 Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr,
Fr. und Sa. 11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

The Museum of Porn in Art presents:
“Omni-Phantasmic”
An exhibition by Neil Craver

“Water can be any form, but at the same time it’s formless.
Like our soul, it can Purify and the same time it can contaminate”
-Neil Craver
www.photonorganon.com

Vernissage: Friday the 18th of January at 20.00 hours, at Edi’s Weinstube,
Stüssihofstatt 14 in Zurich.

Exhibition: 19.01.-14.03.2013, Mon.- Thu. 11.00-24.00 hours, Fri. and Sat. 11.00-02.00
hours and Sun. 14.00-22.00 hours.

Vintage pornography

Vintage pornography

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“Vintage Photography” in
Schwarz Weiss

Vernissage: Freitag, den 21. Dezember 2012 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zürich.

Ausstellung: 21.12.12-17.01.2013 Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa. 11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

vexedart

heæled eine Ausstellung von Vedi Djokich

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“heæled” von Vedi Djokich
Vedi Djokich ist ein Zeitgenössischer bildender Künstler aus Kanada der zurzeit in Süd Korea lebt.
Seine Serie “Heæled” ist ein reflektierender Blick auf Fetisch und die Definition von Femininität, gesehen durch die Augen eines Voyeurs. Der dazu gehörige Film, der während der Ausstellung gezeigt wird, beinhaltet Aufnahmen aus drei Kontinenten und ist eine Nebeneinanderstellung von Sexualität, Spannung, Angst, Zeit und Verfall.

Vernissage: Freitag, den 23. November 2012 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zürich.

Ausstellung: 24.11.-20.12.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa.
11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

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The Museum of Porn in Art presents:
“heæled” by Vedi Djokich

Vedi is a contemporary visual artist who was born in Canada and currently resides in South Korea. He
studied Fine Arts at various art institutes before attaining a BA in Art History. His work is a combination of mediums: screen printing, drawing, painting, photography, video and sculpture. Producing work that is novel, evocative, and universal in meaning is of great importance. Interested in wide range of subjects, he also draws his inspiration from personal experience, observation, and self-reflection. Overseeing every aspect of the creative process is extremely critical to his artistic approach. From the concept, to the selection of raw materials, up until the finishing stages. Each piece is created to be unique and original. Editions are never made as prints on paper, canvas or any other forms of reproduction.

The “heæled” series is a reflective look at fetish and the definition of femininity through the eye of a
voyeur. It examines how certain objects come to define feminine sexuality. The corresponding film is
comprised of footage accumulated from 3 continents, and is a juxtaposition between sexuality, tension, fear, time and decay. It is a stylistic merger between the Fear F*cked series and a darker erotic aesthetic, which represents the direction of the artists current work.
vexedart.com

Vernissage: Friday the 23rd of November at 20.00 hours at Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zurich.

Exhibition: 24.11.-20.12.2012, Mon.- Thu. 11.00-24.00 hours, Fr. and Sa. 11.00-02.00 hours and So. 14.00-22.00 hours.

eroticart aeschbacher weisselava

eroticart aeschbacher weisselava

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“eroticart aeschbacher weisselava”eine Ausstellung von
AESCHBACHER

handschuhe
streicheln
sanft
bis heftig
ein vulkan
dann

weisse
lava

schwarze nylons
in der hocke
ein schmetterling
mit feuchten lippen
über das gesicht
gestülpt
nach luft ringen

atemnot

Vernissage: Freitag, den 26. Oktober 2012 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zürich.

Ausstellung: 27.10.-22.11.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr,
Fr. und Sa. 11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

Sodapop Girl and Friends

Sodapop Girl and Friends

Das Museum of Porn in Art präsentiert
“Sodapop Girl and Friends” eine Ausstellung von Superdaimos

Superdaimos ist zurück mit seinen schönen “Sumi”(fernöstliche Kalligrafie und Malerei)
inspirierten und mit Wasserfarben gemalten Mädels!

www.flickr.com/photos/superdaimos

Vernissage: Samstag, den 29. September 2012 ab 20.00 Uhr in
Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zürich.

Ausstellung: 30.9.-25.10.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und
Sa. 11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
“INSIDE artzine – International Artscum Magazine”
Angefangen vor über 20 Jahren als schwarzweiss Fanzine, hat sich das A4 Print Magazin inzwischen
zu einem global Player der abseitigen Kunst entwickelt. Strictly Underground, unregelmäßig im
Erscheinen, still Non-Profit und immer dem finsteren, kaputten Kunstgeschmack verpflichtet, vereint
das Heft eine unheilige Mischung von Ausnahmekünstler wie Chris Mars, Seth Siro Anton, Kris Kuksi,
KD Matheson, Mike Bohatch (plus Millionen anderer Kunstextremisten), sowie Interviews, Reports,
Reviews aus dem eigenen Genre ARTSCUM. Die Ausstellung zeigt neben allen noch verfügbaren
Ausgaben, gedruckte Auszüge verschiedener beteiligter Künstler sowie Originale von Beiträgen
des Herausgebers Jenz Dieckmann.
Vernissage: Freitag, den 6. Juli 2012 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube, Stüssihofstatt 14 in Zürich.
Jenz Dieckmann wird anwesend sein.
Ausstellung: 07.07.-02.08.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa.
11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

"Filthy Paintings in Zurigo" eine Ausstellung von PELIN SANTILLI

"Filthy Paintings in Zurigo" eine Ausstellung von PELIN SANTILLI

Vernissage: Freitag, den 8. Juni 2012 ab 20.00 Uhr in Edi’s Weinstube,

Stüssihofstatt 14 in Zürich.
Ausstellung: 09.06.-05.07.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa.
11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.
Interview mit dem Künstler Pelin Santilli:
Q. When did you start painting?
A. Since ever.
Q. Why are you an artist and when did you first become one?
A. I was (oppure: I became) an artist for the first time (in my life) when I was 19, in a public toilet in Marrakech.
Q. What are your art influences?
A. All culturally subaltern expressions such as votive offerings, tattoos, XX century avant-gard movements,
Die Brucke’s expressionism, porn comic strips from the ’70, e.g. “Zora the vampire”.
Q. What is it that inspires you to paint a particular subject?
A. I am inspired by the dark sides of everyone’s life, [setacciate? Cioè?] inside History. With a touch of the famous big laugh that will bury as all.
Q. Where do you find your subject matter?
A. People. “People are the greatest show in the world. And it is free.” (se è una citazione, meglio cercarla)
Q. How did you develop your style?
A. By avoiding teachers.
Q. What materials do you use to create your art?
A. Drawing is like playing for me. I use everything I come across with: from children’s colours to professional products.
Q. Do you have any favorite artists and what have been the major influences in your art?
A. Yes, M. J., the greatest conceptual artist in history.
Q. What’s your biggest accomplishment in terms of art?
A. To bring art inside real life places.
Q. What other interests do you have outside of creating art?
A. I like cooking and taking part in violent demonstrations.
Q. What kind of Music do you listen to?
A. I love opera, especially for all those shining dresses. One day I’d like to be Aida.
Q. Do you have any crazy art gallery moments?
A. I like to transform my expositions into surreal shows. I decide what I am going to do in an improvised way.
Q. What’s your opinion on the art scene today?
A. As A.W. used to say: “all is very nice”. (CERCARE LA CITAZIONE ESATTA)
Q. Would you say that sexy / erotic art is making an impact on the international contemporary art market?
A. Yes, sex has always been a huge creative and economical engine. It is almost more powerful than death.
I don’t know, but it remains the only form of art to still produce ruptures.
Q. What advice would you give to an artist just starting out?
A. Go and live in Berlin.
Q. Where do you see yourself in 10 years?
A.  “In ten years time we will all have relocated to Saint-Tropez.”

Zoë Stähli bei der 100. Erotik- und Pornografie-Ausstellung in der Weinhandlung der Familie. (Christian Schwarz)

Zoë Stähli bei der 100. Erotik- und Pornografie-Ausstellung in der Weinhandlung der Familie. (Christian Schwarz)

Ihr Vater wird “Pornokönig” genannt, jener Mann, der die Pornofilmindustrie in der Schweiz lanciert hat. Tochter Zoë Stähli, eine unkonventionelle, begeisterte Unternehmerin, führt in Zürich seit einigen Jahren eine Galerie für pornografische Kunst.

“Als ich klein war, durften meine Schulkolleginnen und -kollegen nicht zu mir nach Hause kommen. Ihre Eltern dachten, mein Vater sei ein Monster. Er hätte ‘ein schlechtes Vorbild’ abgegeben. Ich dagegen war immer stolz auf ihn, auf seinen Mut und auf seinen Unternehmungsgeist.”

Es ist 10 Uhr morgens, und Zoë Stähli empfängt swissinfo.ch in ihrem Büro im Kreis 4, eines der Rotlichtmilieus in Zürich. Sie hat staubige Hände und einen alten Filmprojektor unter dem Arm. Sie entleert den Keller, ein baufälliges Museum der Pornografie. Es tauchen alte Filmstreifen aus den 70er-Jahren auf und ein Souvenir von einer Filmklappe aus anderen Zeiten.

In diesen Gemäuern haben die verschiedenen Gesellschaften ihren Sitz, die von Zoës Vater Edi Stöckli seit Ende der 70er-Jahre gegründet wurden: eine Produktions- und Verleihfirma, eine Internet-Plattform, acht Pornofilm-Kinosäle, ein Online-Museum für erotische Kunst und eine Kunstgalerie. Edi Stöckli ist Mitglied des Gründungsrates des Schweizerischen Filmarchivs und auch bekannt für die Förderung von grossen Schweizer Filmen wie Giulias Verschwinden oder Sennentuntschi. Aber für lange Zeit galt er als der Schweizer “Pornokönig”.

Tochter Zoë hat die Aufgabe, den artistischen Aspekt der Familienindustrie zu führen. Ihr Büro ist eine Miniaturgalerie: an den Wänden pornografische Bilder, eine Buchhandlung voller Kataloge und überall herumliegende Erinnerungskarten.

“Ich bin in einer liberalen Umgebung aufgewachsen, wo man immer offen über Sexualität und Erotik sprechen konnte. Für mich war das die Normalität. Dazu gingen in unserem Haus Künstler aus der Untergrundszene ein und aus: Musiker, Maler, Bildhauer… Erst später merkte ich, dass es nicht für alle selbstverständlich war, gewissen Themen ohne Tabu gegenüberzutreten.”

” Ich bin in einer liberalen Umgebung aufgewachsen, wo man immer offen über Sexualität und Erotik sprechen konnte. ”
Zoë Stähli
Wenn sich Kunst mit Pornografie vermählt
Die diplomierte Kunstdesignerin Zoë Stähli hat sich zuerst von den Aktivitäten ihres Vaters distanziert.

“Ich wollte meine Unabhängigkeit betonen, beweisen, dass ich mich selbst zurechtfinden kann. Aber dann hat mich mein Vater mit der Kunst verführt – so habe ich aufgegeben.”

1996 lanciert die Familie Stöckli in Lausanne das erste Museum für pornografische Kunst. “Mein Vater hatte eine riesige Kollektion, aber für diese Art von Kultur gab es keinen Platz in den traditionellen Galerien. Die Zensur und Tabus waren allgegenwärtig, und sie sind es teilweise noch heute.”

Die Initiative gefiel den Behörden indessen nicht und noch viel weniger der Nachbarschaft. “Die Polizei forderte uns regelmässig auf, Bilder, die als zu explizit betrachtet wurden, zu verstecken. Und dies, obwohl die Ausstellung innerhalb des Pornofilmkinos gezeigt wurde und nur für Erwachsene zugänglich war”, erzählt Zoë Stähli.

Deshalb schloss die Familie Stöckli kurz danach den Laden, und das Projekt wurde für einige Jahre eingemottet. Bis ins Jahr 2004, als die Eröffnung einer Weinhandlung in der Zürcher Altstadt die Kreativität von Zoë Stähli explodieren liess.

“Als ich die leeren Wände sah, habe ich mir gesagt, die könnte ich brauchen für temporäre Ausstellungen von pornografischer Kunst. Und so geschah es. Mitte April dieses Jahres haben wir das Ziel der 100. Ausstellung erreicht.”

Ein Tabubruch, aber nur scheinbar
Die Kunstgalerie inmitten der Altstadt ist im Quartier mit Neugier aufgenommen worden. Ein Quartier, das bereits seit Jahrzehnten gewohnt ist, mit einem Rotlichtmilieu-Kino zusammen zu leben. Dank dem zu gemässigten Preisen verkauften Wein, Karaoke, und der Faszination für Porno-Chic werden die Vernissagen in “Edi’s Weinstube” immer beliebter. Aber trotz einem begeisterten Publikum kann der grösste Teil der Bilder nicht verkauft werden.

“Es ist eine Sache, sich gegenüber einem erotischen oder pornografischen Bild neugierig zu zeigen; eine andere ist es, ein solches Bild mit nach Hause zu nehmen und sich mit dem scharfen Blick der Schwiegermutter oder der Gemahlin auseinandersetzen zu müssen”, sagt Zoë Stähli lachend.

In der Regel sind es die Künstler, die Zoë aufsuchen. Einige von ihnen haben bereits einen Namen, andere versuchen, sich Legitimität zu verschaffen, in einer Gesellschaft, die weiterhin die Grenze zwischen Kunst und Pornografie hinterfragt.

“Wir haben immer gegen die Behörden, die Polizei, die Moral kämpfen müssen. Diese haben der Realität nie ins Gesicht blicken und akzeptieren wollen, dass die Pornografie, wie auch die Prostitution, positive Auswirkungen haben können, wenn sie mit Respekt und nach den Regeln der Kunst betrieben werden”, sagt Zoë Stähli.

Heute sei die Situation immer noch dieselbe. “Es kommen neue Geschäftsleute ins Quartier, die es ‘cool’ finden, sich in einem alten Cabaret niederzulassen. Aber sobald sie mit expliziteren Bildern konfrontiert sind, werden sie zu Moralisten und rufen nach Zensur.”

” Es ist eine Sache, sich gegenüber einem erotischen oder pornografischen Bild neugierig zu zeigen; eine andere ist es, ein solches Bild mit nach Hause zu nehmen und sich mit dem scharfen Blick der Schwiegermutter oder der Gemahlin auseinandersetzen zu müssen. ”
Zoë Stähli
Zwischen Erotik und Pornografie
Zoë Stähli ist eine der wenigen Frauen, die in der Pornoindustrie tätig sind, ausgenommen die Schauspielerinnen und ein paar wenige nonkonformistische Regisseurinnen. Aber das macht Zoë noch lange nicht zur Feministin, zumindest will sie nicht als solche definiert werden.

“Ich teile die Forderung nach Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau”, sagt sie. “Aber gleichzeitig sehne ich mich gewissermassen zurück nach dem virilen Mann, der mir die Türe öffnete, wenn ich ein Restaurant betrat.”

Die Pornografie wird von radikalfeministischen Kreisen genauso bekämpft – weil sie als gewalttätig und sexistisch betrachtet wird – wie sie von anderen feministischen Kreisen als Instrument der sexuellen Befreiung befürwortet wird. In den letzten Jahren haben Regisseurinnen Filme mit explizitem Inhalt produziert, für ein geschlechtlich gemischtes Publikum.

“Es gibt Frauen, die harte Kurzfilme machen, und Männer, die ein weibliches Publikum anziehen wollen und langweilige Filme produzieren, in denen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler eine halbe Stunde lang küssen, bevor es zur Sache geht”, so Zoë Stähli.

Männliche Pornografie und weibliche Erotik? “Ich kann nichts anfangen mit diesem Bedürfnis nach Schubladisierung der Kunst und vor allem nicht damit, Frauen und Männer in vorbestimmte Kategorien einzuteilen. Die Frauen, die unsere Weinhandlung besuchen, sind oft enthemmter als die Männer. Paradoxerweise sprechen die Frauen offener darüber”, sagt Zoë Stähli.

Das gleiche gelte für die Künstlerinnen und Künstler: “Der grösste Teil von ihnen macht mehr oder weniger explizite Bilder oder Fotografien, je nach Situation. Vor einem berühmten Bild stellt niemand die Frage, ob dieses nun erotisch oder pornografisch sei. Derweil die weniger berühmten Artisten Mühe haben, aus ihrem Schattendasein herauszutreten und immer auf der Suche nach Legitimität sind. Und gegen diesen Konformismus müssen wir kämpfen. Alles andere ist eine semantische Frage.”

Stefania Summermatter, Zürich, swissinfo.ch
(Übertragung aus dem Italienischen: Jean-Michel Berthoud)

Das Museum of Porn in Art präsentiert:
Fotoarbeiten von Claudia Von Rotten

Portraits von Claudia von Rotten Fotografiert von Manuel Vargas, dasTOK, Gerald Jöhri,
Stefan Heilemann, Walter Montero, Andrea Ebener, Hellschwarz und Seelenzorn-design.ch

Vernissage: Freitag, den 11. Mai 2012 ab 20.00 Uhr in Edi‘s Weinstube,
Stüssihofstatt 14 in Zürich. Die Künstlerin wird anwesend sein.

Ausstellung: 12.05.-07.06.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa.
11.00-02.00 Uhr und So. 14.00-22.00 Uhr.

www.rotten-art.com

Claudia von Rotten Ausstellung in Edis Weinstube

Claudia von Rotten Ausstellung in Edis Weinstube

 

 

…ausserdem haben Claudia von Rotten und Sandy P. Peng, ihre internationale Tattoo Model Kollegin, ein Herz für Tiere und setzen sich gegen das Abschlachten von Robben ein (nicht der Fussballer, der heisst van Robben)

Claudia und Ihr Robbenbaby

Claudia und Ihr Robbenbaby

 

 

 

 

 

Das Museum of Porn in Art feiert seine hundertste Ausstellung!!!
Seit 2004 organisiert das Web-Museum monatlich Ausstellungen in Edi’s Weinstube, einem
kleinen Lokal im Herzen von Zürich. Zu diesem Anlass wurden alle Künstler, die je mit
MoPiA eine Ausstellung hatten, gebeten, uns ein Geschenk zu machen mit dem Thema
Museum of Porn in Art

mopia x 100

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Wir freuen uns auf eine Ausstellung voller Überraschungen und bedanken uns ganz herzlich
bei all unseren Künstlern, die es überhaupt möglich gemacht haben, so einen Anlass zu feiern!
www.porninart.ch

Vernissage: Freitag, der 13. April 2012 ab 18.00 Uhr in Edi’s Weinstube und Kino Stüssihof,
Stüssihofstatt 14 in Zürich.

Ausstellung: 14.04.-10.05.2012, Mo.- Do. 11.00-24.00 Uhr, Fr. und Sa. 11.00-02.00 Uhr
und So. 14.00-22.00 Uhr.